App: Diagnostisches Steuerungssystem

Hola zusammen,

Ich stelle gerne einmal mein aktuelles Projekt vor:

Eine App: sie bestimmt über ein Diagnose-Assessment den KI-Reifegrad eines Unternehmens in Bezug auf die grundlegenden sozio-technischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration von KI. Der technologische Stand spielt dabei keine Rolle. Es ist also unabhängig davon, welche Art von KI später genutzt werden soll, von LLMs über komplexere Technologien bis hin zur Robotik. Die App zeigt nicht nur Risiken auf, sondern leitet daraus auch konkrete Maßnahmen ab, die als nächste Schritte zur Steigerung des Reifegrads umgesetzt werden können. Im Grunde ist es also weniger eine klassische Umfrage, sondern eher ein diagnostisches Steuerungssystem für die KI-Integration. Von Ki Integration bei einem Reifegrad unter Stufe 3, raten wir eigentlich ab. der Gap ist hier eigentlich zu groß ist um irgendeine gewinnbringende Effizient zu erreichen.

Ich habe drei Zugänge eingebaut: Admin, Viewer und Anwender.

Der Admin legt Unternehmen und Viewer an, pflegt die Diagnosefragen und den Maßnahmenkatalog und erstellt individuelle Links für die Diagnose, die automatisch an den Viewer gehen und macht sonstigen Admin-Kram. Die Auswertung übernimmt im Prinzip die App selbst.

Der Viewer ist so etwas wie die interne Schnittstelle im Unternehmen. Er hat eine Übersicht über alle Links, kann sie an die Anwender weiterleiten und verwalten, sieht den Status der einzelnen Links und den Fortschritt der gesamten Umfrage. Außerdem kann er Erinnerungen verschicken und den Admin informieren, wenn die Umfrage vorzeitig beendet werden soll.

Die Anwender melden sich über ihren individuellen Link und das Unternehmenspasswort an und beantworten die Fragen. Die Fragen sind symptomorientiert formuliert, damit man möglichst nah an den tatsächlichen Arbeitsrealitäten im Unternehmen bleibt.

Ich bin mir noch nicht ganz sicher wie ich den Report erstellen soll. Hier brauche ich Diagramme (hab ich bereits im Bereich Admin: Diagnose ) und individuelle Texte. Am liebsten würde ich eine Ki den Report machen lassen, mit vorgegebenen Textbausteinen und Struktur. Habt ihr Ideen?

2 „Gefällt mir“

Hey Mira, willkommen nochmal! :waving_hand:

Mega spannendes Projekt! Besonders Dein Ansatz mit den symptomorientierten Fragen finde ich stark, das holt die Leute da ab wo sie wirklich stehen und nicht wo sie glauben zu stehen. :grinning_face_with_smiling_eyes:

Zu deiner Frage mit dem Report: Da bist du hier genau richtig. Mach dir keine Sorgen – KI-gestützte Textgenerierung, Diagramme, Berichterstellung, das Ganze zusammenführen zu einem sauberen Report… das haben wir hier alles schon mehrfach in verschiedenen Projekten durchgespielt. Das kriegen wir hin! :flexed_biceps:

Aber bevor wir da tiefer einsteigen: Womit baust du die App? Welcher Tech-Stack, welche KI-Tools nutzt du aktuell? Dann können wir gezielter helfen! :hammer_and_wrench:

Gruß
Dennis

Ehrlich gesagt fühle ich mich etwas wie ein Einhorn, ich benutze #GensPark. Da je nach Bedarf alles was drin ist. Der Tool Stack ist riesig, aber ohne APIs, soweit ich weiß. Demnach auch kein Codex. Denn ohne Verbindung zur den verschiedenen Tools, sehe ich kein Zweck, las mich aber gerne eines besseren belehren.

1 „Gefällt mir“

Haha das Unicorn! :unicorn: Sehr witzig! :rofl:

Um ehrlich zu sein, #GenPark kannte ich bis jetzt gar nicht.

Hab mir das gerade mal angeguckt – scheint so ein LLM-Proxy bzw. Provider zu sein, ähnlich wie Mammut oder Langdock. Ich denke da immer: Für spezialisierte Anwendungen brauche ich auch spezialisierte Tools. Also zum Beispiel einen OpenAI-Account, damit ich Codex nutzen kann, oder eben Claude Code direkt.

Aber ich glaube, für Nutzer, die nicht ganz so tief in einzelnen Workflows stecken, können solche All-in-One-Proxys durchaus ihren Reiz haben.

Wie sind denn deine Erfahrungen damit so?

Speziell beim Coden – wie schlägt sich das System bei größeren Codebasen?

Und hast du mal ein dediziertes Coding-Tool wie Claude Code oder Codex daneben ausprobiert, um vergleichen zu können?

Gruß
Dennis

Danke Dennis,

Meine Erfahrung: sehr gut.

Ich habe Zugriff auf alle aktuellen Modelle und zahle nur eins. Die Ergebnisse eignen sich für Forschungszwecke: Belege und Logik sind valide und konsistent (alles geprüft), Funktionen wie Fakten Check oder mixture-of-agents erleichtern einiges. Genauer kann ich es gern mal in einem separaten Beitrag schildern ( welche Beitrags Kategorie nehme ich da).

Zum vibecoding: wenn der prompt gut ist ( und daran muss ich noch arbeiten) kann ich die kompletten Apps in einem Durchgang erstellen. Je nach dem was ich brauche

1. Einfache Website oder Web-App

2. Full-Stack Website oder App

3. Native App entwickeln

4. Bestehendes GitHub-Projekt

5. GitHub-Projekt mit Hochleistungs-Sandbox (Beta)

6. Eigenen SSH-Server verwenden

7. Shopify-Entwicklung

Habe aber noch nicht alle ausprobiert.

Arbeitsschritte werden bis ins kleinste geplant und ich kann zu sehen wie es sie abarbeitet. Der Kontext bleibt stabil. Das Ergebnis ist total genial und die Kosten halten sich wirklich in grenzen solange man die “kopieren geht vor kreieren” Regel einbaut (für Anpassungen).

Ich habe einen groben Plan wie ich Godmod so umstrukturiere damit es mir hier die Arbeit erleichtert, ich finde die Logik der verschiedenen rollen spannend. Im kleinen Format habe ich das so ähnlich schon gemacht, in dem ich zwei Rollen definiert und hinterlegt habe und diese in einem definierten Ablauf, gegeneinander und miteinander, arbeiten gelassen habe. Da das Tool in den einzelnen Zwischenschritten auch Dateien erstellt und ablegt, bin ich zuversichtlich das godmod hier auch funktionieren würde.

Was ich noch nicht begriffen habe ist, warum genau Codex dafür besser geeignet ist? Wenn du mir, aus deiner Perspektive, ein Paar Strichpunkte pro Codex gibst, könnte ich sie gegen prüfen. Beantwortet vielleicht die Frage “ist mein Vorgehen zu simpel oder deins zu komplex?” :face_with_monocle::sweat_smile:

1 „Gefällt mir“

Mit dem Claude Code GodMode hat Dennis eine Basis erschaffen, um die Fehler und Probleme beim Vobecoding zu minimieren. Bisher war es ja gerne mal so, dass man dem LLM gesagt hat: „Bau mir XYZ“ und die KI ist gestartet. Meine Erfahrungen waren bisher meist, dass der Prototyp brauchbar ist, es an der Produktiversion dann scheiterte.

Durch die Verbindung von 8 speziellen Agenten vermeidet man diese ewigen Loops zur Fehlerbehebung.

Mit Codex hat OpenAI ein (erstes?!) funktionierendes System auf den Markt gebracht. Am Ende brauchen die Konzerne ja auch Produkte zum verkaufen.

Der größte Unterschied zu Dennis Lösung ist die durchgängige Systemlösung mit einem optimierten LLM. Dadurch wird es noch einfacher Systeme zu entwickeln.

Ich hoffe das hilft dir etwas weiter

1 „Gefällt mir“

Ich verstehe, danke dir Jan.

Nur noch eine Frage:

Was genau scheiterte? Stabilität, Sicherheit, Infrastruktur, …

1 „Gefällt mir“

Bei meinem Montageprotokoll lief es in der Regel in der lokalen Version ohne Anmeldung sauber durch. Da das Ganze allerdings als Webapp laufen soll und ich dafür OAuth, Cloud- & Datenbankdienste brauche, bin ich im letzten Jahr in diversen Anläufen nicht zu dem gewünschten Ergebnis gekommen.

1 „Gefällt mir“

Ok, OAuth habe ich bis jetzt noch nicht versucht einzubinden. Aber Webapps mit sicherem Zugriff, Rollenrechten und Backend-Anbindung funktionieren. Ich habe mir den passenden SQL-Code für die Datenbankstruktur ausgeben lassen. Passwörter und andere sensible personenbezogene Daten sind auf dem Server verschlüsselt, weil ich sie einfach nicht brauche, sie aber beim Anwender für Komfort sorgen. Versionsverlauf und Update-Dokumentation sind auch drin. Backups und Synchronisation sind serverseitig abgesichert.

Ich hab noch nicht getestet ob’s auch läuft wenn die Anwender Zahl steigt. War einfach noch nicht soweit.

2 „Gefällt mir“

Ich hab letztes Jahr viel ausprobiert. Und das Thema in der 2. Jahreshälfte erstmal bei Seite gelegt. Neben zu viel Arbeit hatte mein Showroom höhere Priorität.

Aktuell habe ich mich mal wieder ran gesetzt. Nur bleibt neben 50-70h Arbeiten in der Woche und Familie wenig Zeit für solche „Hobbies“. :smiling_face_with_sunglasses:

1 „Gefällt mir“

Ich antworte später noch mal ausführlich, aber ich habe eine neue Kategorie angelegt für KI-Tools und Plattformen. Das heißt, wenn du dein Tool vorstellen möchtest, gerne in die Kategorie. Später antworte ich noch mal, aber ich bin komplett begeistert, wie toll die Diskussion hier läuft. Applaus, Applaus!

1 „Gefällt mir“

So, jetzt aber richtig — hatte ja versprochen, hier nochmal ausführlicher reinzugrätschen.

Erstmal: Ich feier es total, wie offen ihr hier eure Erfahrungen teilt. Genau dafür ist das Forum da.

@FuH — Das mit OAuth und Cloud-Diensten kenne ich. Das ist einer der Punkte, wo Vibecoding an eine echte Grenze stößt, weil du plötzlich nicht mehr nur Code generierst, sondern Infrastruktur verstehen musst. Auth-Flows, Token-Handling, Redirect-Logik — das ist ein Bereich, wo man sich wirklich reinbeißen muss. Und mit 50-70h Woche plus Familie hast du meinen vollen Respekt, dass du überhaupt dranbleibst.

@mira — Dass du SQL-Strukturen, Verschlüsselung und Versionierung sauber hinbekommen hast, ist richtig stark. Besonders der Punkt, dass du sensible Daten verschlüsselst, obwohl du sie nicht brauchst — genau die richtige Denkweise. Bin gespannt, wie es läuft wenn mehr User drauf sind.

Falls einer von euch sein Projekt mal im Detail vorstellen will: Ich hab die neue Kategorie KI-Tools & Plattformen angelegt — da könnt ihr eure Tools und Setups zeigen. Hier im Thread gerne weiter diskutieren.

1 „Gefällt mir“